AOK-Landespokal: Halbfinale erst Ende August?

Mitsch Riekmann

Fürstenwalde/Cottbus (MOZ)

Das Anliegen ist klar, die Umsetzung ganz und gar nicht: Wenn irgend möglich, soll der Fußball-Landespokalwettbewerb zu Ende gespielt, der Brandenburger Teilnehmer am DFB-Pokal der kommenden, der Saison 2020/21 ermittelt werden. Dabei müssen zuerst noch die Halbfinals ausgetragen werden. Wie und wann das geschehen kann, ist aber weiterhin völlig unklar.

Fest steht: Der Deutsche Fußball Bund strebt an, den Finaltag der Amateure, den es seit 2015 gibt, auch in diesem Jahr durchzuführen. 21 Endspiele der Landesverbände an einem Tag – geplant war dies eigentlich für den 23. Mai, also diesen Sonnabend. Einen neuen Termin gibt es noch nicht, inoffiziell ist aber schon von September die Rede. Hieße, die Halbfinals könnten auch noch Ende August gespielt werden, die 1. Runde im DFB-Pokal wird wohl erst für Oktober angesetzt.

Gastgeber favorisieren den Juni

Dies alles hat der Fußball-Landesverband am Montagabend bei einer Videokonferenz mit den Vertretern der vier verbliebenen Vereine besprochen. Zu denen gehört bekanntlich auch Regionalligist FSV Union Fürstenwalde, der sein Halbfinale beim Süd-Oberligisten FSV Luckenwalde schon am 28. März hätte bestreiten sollen. Den anderen Endspielteilnehmer ermitteln Brandenburgligist Grün-Weiß Lübben und der Fürstenwalder Liga-Rivale SV Babelsberg 03.

Die beiden Gastgeber haben dabei eine Austragung noch im Juni favorisiert. Inwieweit dies allerdings ohne Zuschauer und die entsprechenden Einnahmen Sinn macht, blieb offen. Auch scheint es wenig praktikabel, die Akteure für ein einziges Spiel aus der Zwangspause zu holen, fit zu machen, um sie dann wieder in die Sommerpause zu schicken. Noch gibt es zudem keine Lockerungen für ein entsprechendes Mannschaftstraining, ganz ab-gesehen von einer Genehmigung für Wettkämpfe/Spiele.

Losen oder Elfmeterschießen?

„Sowohl die Babelsberger als auch wir haben für die Austragung der Halbfinals im Rahmen der Vorbereitung auf die neue Saison im August plädiert, zeitnah zum avisierten Endspieltermin“, sagt Sven Baethge, Manager des FSV Union, auf Nachfrage. Beide Viertligisten haben für ihre Spieler Kurzarbeit beantragt, eine Rückkehr in den Trainingsbetrieb ist nicht abzusehen.

Welche Alternativen gäbe es denn, um den Landespokalsieger zu ermitteln? Tatsächlich war von Losentscheid oder einem Final-Four-Elfmeterschießen die Rede, „das ist aber zum Glück nicht ernsthaft diskutiert worden“, betont Baethge.