Es werde Licht

Was war das für ein Jahr, man schwelgt in Erinnerungen.

In der Saison 2018/2019 noch auf Tabellenplatz 13, konnte man in der Saison 2019/2020 fast auf das Treppchen steigen. Ein begeisterter 4. Platz konnte nur durch die DFB-Pokalteilnahme verschönert werden.

Zweimal musste man dafür in Luckenwalde spielen, im Halbfinale gegen den ortsansässigen FSV Luckenwalde 63 und im Finale gegen SV Babelsberg 03. Im Halbfinale lag man 0:1 zurück und konnte nach dem Ausgleich noch ein stattliches Ergebnis erzielen. Im Finale war es auf dem Papier deutlicher, als der Spielverlauf hergab. Es sollte aber egal sein, denn nach 90 Minuten konnte der Pokal in die Höhe gestreckt werden und der Einzug in den DFB-Pokal war sicher.

Darauf hat man in der Saison hingearbeitet und der Traum von unseren Spielern sollte sich erfüllen oder zumindest zu einem Teil. Überschattet von der Corona-Pandemie musste aus Kostengründen auf das Heimrecht verzichtet werden. Ein Bundesligagegner, mit dem VfL Wolfsburg, hätte nach Fürstenwalde kommen können. Ohne Zuschauer wäre dies jedoch ein teures Unterfangen geworden. Doch nicht nur das Geisterspiel bereitete Sorgen, denn war auch der Platz nach DFB Regularien ein paar Meter zu kurz. Es wurde mit allen Mitteln und Ideen versucht, das Spiel in der Bonava-Arena austragen zu können. In Wolfsburg unterlagen wir dann am 12. September dem Gegner mit 1:4.
Konnte der Führungstreffer durch Darryl Geurts 💚 erzielt werden, schwanden die Kräfte und man musste sich dem Bundesligisten geschlagen geben. Zwischen Trauer und Freude bei der Mannschaft und den Fans, gab es hinter den Kulissen ganz andere Aktivitäten.

Zum Einen der Vorstandswechsel, aber auch zum Anderen das leidige Thema um das Flutlicht. Unter Vorbehalt bekamen wir die Lizenz für die Regionalliga-Saison 2020/2021, jedoch war die Auflage bis zum 31. Dezember 2020 eine funktionierende Flutlichtanlage in die Bonava-Arena installiert zu bekommen.

Hohe Anschaffungskosten (ca. 300.000 €) und ein hohes Maß an Eigenleistung war erforderlich, um diese Hürde zu stemmen. Ohne die Stadt Fürstenwalde/Spree und die ordentliche Kommunikation unseres neuen Präsidenten Sieghard Richter mit der Stadt, wäre dies nicht möglich gewesen. Mit vereinzelten Fans, unseren Mitgliedern des Seniorenbereichs und unter Mithilfe von Sponsoren wurden Gräben und Löcher für die Betonpfeiler gegraben. Nicht an einem Wochenende, sondern über Wochen und auch an Wochenenden. Freie Zeit wurde in das gemeinsame Ziel investiert. Die Bauphase wurde von “Gegnern” des neuen Vorstandes oder des Vereins überschattet. So wurden die Gründungen und Gräben wieder zugeschüttet, auch gab es dubiose Anrufe an die beauftragten Firmen, die Arbeiten wegen angeblicher Zahlungsunfähigkeit des Vereins einzustellen, Anzeigen wegen nicht fachgerechter Ausführung, die alle samt ausgeräumt wurden, welches den Verlauf des Baus erheblich gestört haben.

Trotz der ungeplanten Umstände konnte ein halber Monat früher, als benötigt die Lichtshow beginnen. Es werde Licht hieß es am 16. Dezember 2020, um 16:25 Uhr und Lampen erstrahlten bei eisiger Kälte den Platz.

Leider konnte bis heute nicht ein Flutlichtspiel ausgetragen werden, doch wir sind gewappnet für die neue Saison.

Der ganze Verein bedankt sich bei den helfenden Fans und besonderem Dank gilt hier Fred Wilczek, Ralf Wilczek, Holger Hartung und Sieghard Richter, die viele Arbeiten in Eigenregie delegiert und übernommen haben und so ein vorzeitiges Fertigstellen gesichert haben.

Hier lag auch die Gesamtverantwortung bei unserem Vorstandsmitglied Fred Wilczek. Wir danken ihm für die ehrenamtliche Aufgabe!

Der Vorstand